Wenn bei Ihnen der dringende Verdacht auf eine UV-Licht-bedingte Hauterkrankung vorliegt, nutzen wir eine spezifische Diagnostik, um die Ursache zu klären. 

Nach einer Diagnose erarbeiten wir mit Ihnen zusammen dann einen Plan zum richtigen Umgang mit Sonnenlicht, empfehlen spezifische Lichtschutzprodukte oder behandeln Sie mit UV-Licht.

Diagnostikverfahren

Wir wenden folgende Verfahren an:

  • Lichttreppe zur Ermittlung der geringsten Dosis zur Auslösung von Hautrötungen durch UV-A- und UV-B-Licht

  • Photoprovokationstestung mit Belichtung kleiner Hautareale mit UV-A- und UV-B-Strahlen in individuell festzulegenden Dosen

  • Photopatchtest mit einer Standardreihe von möglichen Auslösern lichtbedingter Kontaktallergien mit und ohne UV-A-Belichtung im Seitenvergleich am Rücken

Lichttreppe

Die Lichttreppe dient dazu, die geringste Lichtdosis, welche zur Auslösung einer Hautrötung nötig ist (Erythemdosis), zu bestimmen. Sowohl mit UV-A-Strahlen als auch UV-B-Strahlen werden jeweils bis zu 6 Hautareale am unteren Rücken mit ansteigender Dosis belichtet. Die Bewertung der Reaktion erfolgt unmittelbar und nach 20 Minuten, weiterhin nach 24 Stunden und in Einzelfällen auch nach 48 Stunden.

Photoprovokationstestung

Bei diesem Verfahren wird eine Provokationstestung mit UV-Licht am unteren Rücken oder in einem zuvor betroffenen Hautareal durchgeführt. Wir bestrahlen die Hautareale an drei aufeinanderfolgenden Tagen erst getrennt mit UV-B-Licht und UV-A-Licht und dann kombiniert. Die Bewertung der Hautareale wird täglich vor und nach der Belichtung durchgeführt sowie am 1., 2., 7. Tag und zusätzlich 14 und 21 Tage nach Beendigung der Provokationstestung.

Photoprovokation mit sichtbarem Licht

Eine Testung mit sichtbarem Licht erfolgt zur Diagnostik einer sonnenlichtbedingten Nesselsucht. Die Bewertung erfolgt am seitlichen Oberschenkel oder im Hüftbereich unmittelbar nach Ende der Belichtung sowie nach 20 Minuten und 24 Stunden.

Was sind UV-Licht bedingte Hauterkrankungen?

Der Verdacht auf eine UV-Licht-bedingte Hauterkrankung kann sich auf Basis der Krankengeschichte und aufgrund von Hautveränderungen vor allem in lichtexponierten Hautarealen wie Gesicht, Hals, Nacken, Dekolletee, an den Armen und gegebenenfalls auch an den Beinen ergeben. Hierzu zählen das photoallergische Kontaktekzem, die phototoxische Kontaktdermatitis, eine Sonnenallergie (polymorphe Lichtdermatose) sowie eine sonnenlichtbedingte Nesselsucht. 

Es zeigen sich Rötungen, Juckreiz, Knötchen, Bläschen oder Quaddeln. Weiterhin können die Veränderungen nach der Anwendung von parfümhaltigen Substanzen, Sonnencremes, Arzneimitteln oder bei Stoffwechselerkrankungen eintreten. Bei bestimmten Pflanzen in Kombination mit UV-Licht können auch Hautveränderungen auftreten. In nicht belichteten Hautarealen können Streureaktionen auftreten.

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