Am Dermatologikum Köln behandeln wir entzündliche Hauterkrankungen (u. a. Schuppenflechte, Neurodermitis), Juckreiz oder T-Zell-Lymphome der Haut mit UV-Licht.

Wir nutzen dabei UV-A-Licht, UV-B-Licht sowie UV-A-Licht in Kombination mit dem Wirkstoff 8-Methoxypsoralen (PUVA).

Unser Verfahren

Wir beginnen mit einer UV-B-Lichtdosis zwischen 0,1 und 0,5 J/cm² und steigern die Dosis üblicherweise bei jeder 2. Bestrahlung um 0,05 J/cm² je nach Hauttyp und Krankengeschichte. Es erfolgt keine Dosissteigerung bei Auftreten einer deutlichen Hautrötung.

Bei einer Teil- oder Ganzkörperbestrahlung mit UV-A-Licht wird mit einer Dosis von 1,0-2,0 J/cm² begonnen und anschließend um 0,5 J/cm² (anfangs eventuell bei jeder Bestrahlung, im Verlauf nur bei jeder 2. oder 3. Bestrahlung) bis zu einer Maximaldosis von 10 bis 15 J/cm² gesteigert. Häufig werden beide Wellenlängenbereiche kombiniert angewendet.

Die PUVA-Therapie kommt insbesondere bei Schuppenflechte (vor allem an Händen und Füßen), Hand- und Fußekzemen und der Knötchenflechte zum Einsatz. Die betroffenen Hautareale werden dabei zunächst mit einer Creme behandelt, die eine lichtsensibilisierende Substanz (8-Methoxypsoralen) enthält. In ansteigender Dosierung erfolgt nach 1 Stunde die Belichtung der Haut mit UV-A-Strahlen. Die Anfangsdosis beträgt 0,5 J/cm². Bei jeder 2. Bestrahlung erfolgt eine Steigerung der Dosis um 0,5 J/cm² bis zu einer Maximaldosis von 5 J/cm². Juckreiz und sonnenbrandähnliche Hautrötungen sind mögliche Nebenwirkungen.

Alle verabreichten Lichtmengen werden in J/cm² dokumentiert. Sie erhalten nach Abschluss der Lichtbehandlung einen UV-Pass mit Angaben über die Art und Häufigkeit der UV-Therapie, die Dosierung jeder einzelnen Bestrahlung und die Gesamtdosis. In regelmäßigen Abständen kontrollieren wir den Hautbefund und dokumentieren begleitende Behandlungen sowie unerwünschte Nebenwirkungen.

Was Sie wissen sollten

Eine Lichtbehandlung ist nicht möglich bei Patient/-innen mit genetisch bedingter erhöhter Lichtempfindlichkeit oder mit erhöhtem Hautkrebsrisiko. Bei Epilepsie, malignen Hauttumoren in der Krankengeschichte oder wenn lichtsensibilisierende Medikamente eingenommen werden, sind besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Vor der Therapie ist die Verträglichkeit der Lichtbehandlung mit regelmäßig und unregelmäßig angewendeten Medikamenten zu prüfen.

Sehr selten kann künstliches UV-Licht bei längerer hochdosierter Anwendung die Hautalterung beschleunigen und die Entstehung von weißem Hautkrebs fördern. Es ist daher wichtig, dass die UV-Therapie nur mit genauer Dosierung unter hautärztlicher Kontrolle durchgeführt wird und während der Behandlung keine zusätzliche Sonnenbelichtung erfolgt.

Während der Bestrahlung sollten Sie die Augen möglichst geschlossen halten. Zusätzlich ist ein Augenschutz durch eine geeignete Brille erforderlich. Gesicht, Hals, Nacken, Dekolletee und Handrücken sowie die Genitalregion sind durch geeignete Abdeckung zu schützen.

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Dermatologikum Köln
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